„Oh my God“ oder „der Bessere ist der Feind des Guten“ von Jörg Völske, 17./18.10.15

Wohl jeder Aktive des Lauftreffs hat in den letzten Tagen ständig den Blick auf der Wettervorhersage gehabt, um keine Fehlentscheidung für die Rennkleidung des Rügenbrückenlaufes zu treffen. Es gab ja kein anderes Thema in den letzten Tagen, eine Aufregung wie vor der Bescherung.
Ich für meinen Teil packte alles von Ultra-Short bis Arktis-Chic in die Tasche.
Die Hinfahrt durch schönen feuchten Nebel und ständige Regenschauer versprach schon mal einen grenzwertigen Maso-Genusslauf.
Der Ereignisbereich war diesesmal besonders sorgfältig abgesperrt, fand ich, und ich brauchte überdurchschnittlich lange, um zu einem Parkhaus im Startbereich durchzudringen. Da war von der Zeitreserve nicht mehr viel übrig. So konnte ich schon 5 min vor dem Start meine Tasche abgeben und der Adrenalinpegel war schön hoch.
So war ich beim Start auch noch angenehm warm und es konnte fluffig durch die Innenstadt losgehen. Zu denken gab mir nur der Ausruf eines Kindes am Rand der Piste, welches vielleicht mit seinem „Oh my God“ bei meinem Passieren einen Kommentar zu meinem Laufstil abgab oder aber schwere Bedenken bei Betrachten der Gesamterscheinung bekam („…and this one will participate in this???“). Relativ unbeeindruckt nahm ich dann den Aufstieg zur Rügenbrücke in Angriff um beim Über“schreiten“ des Gipfelpunktes wieder mal festzustellen, dass danach eine wunderbare lange flitzige „Schussfahrt nach San Remo“ folgt – ein Hochgenuss. Auf Rügen dann war der Schwierigkeitsgrad etwas erhöht durch einen zeitweilig notwendigen Slalom um diverse Pfützen und Schlammlöcher, welche aber alle von vergangenen Regengüssen zeugten. Denn das Laufwetter war perfekt und ich war sehr froh, das korrekte mini-Outfit gewählt zu haben. Auch die Füße hatten endlich mal wieder das korrekte Wettkampfgewicht – ohne Bleieinlage -, und die Zeit verging wie im Fluge.
Kurz vor dem Zieleinlauf dann schmetterte mir Sabines Heinrich mit seinem Donnerorgan ein motivierendes „Hervorragend, Jörg“ entgegen. Und der Läufer vor mir bezog das „Hervorragend“ durchaus auf sich, murmelte aber ein „ich heiß nicht Jörg“ in seinen Bart.
Am Ende kam zwar keine Jahresbestzeit heraus, aber immerhin 3min schneller als letztes Jahr fand ich doch ganz „gut“. Aaaber – ich hatte mich schon so schön daran gewöhnt, beim Rügenbrückenlauf immer die Ak zu knacken  - und heute ??? siehe Überschrift bzw. Ergebnisse.
Sabine mal wieder – Ak natürlich gewonnen, und außerdem Zweite Dame des Gesamtklassements mit einem fetten Gewinn.
Insgesamt war das wieder mal ein schöner Power-Auftritt unseres Lauftreffs, dem sicherlich Holger beim Dresden-Marathon dann noch das Sahnehäubchen aufsetzen wird.

Suchergebnis „1. LAV Rostock“ – fast alle auch im Lauftreff:

Platz

M

W

Nr

Vorname

Nachname

AK-Pl

AK

Zeit

Kategorie

289

99

839

Ines

Sachs

13

W45

00:34:38

6 km

290

100

936

Birthe

Stolzmann

14

W45

00:34:38

6 km

306

196

435

Erhard

Fischer

4

M60

00:35:07

6 km

307

111

903

Katrin

Schumann

17

W45

00:35:07

6 km

341

129

660

Maria

Krüger

11

WJ U16

00:35:57

6 km

427

181

290

Christine

Aogst

6

W55

00:37:52

6 km

607

297

661

Philipp

Krüger

32

M45

00:43:27

6 km

33

18

2053

Jürgen

Voigt

-

Alle

01:34:26

12 km Walk

56

2

3159

Sabine

Engelmann

1

W55

00:54:23

12 km

100

96

3644

Uwe

Schmidt

6

M55

00:57:05

12 km

134

125

3658

Birk

Schoknecht

25

M45

00:58:57

12 km

146

13

3400

Christa

Krüger

2

W45

00:59:18

12 km

57

55

2871

Jörg

Völzke

2

M60

01:40:12

Halbmarathon



Die Zieleinläufe

Birk

Birte

Christine

Jörg

Jürgen

Katrin
&Ehrhard

Sabine

Uwe

PS1:
Ich hoffe, bei der nächsten Anmeldung richtig geschrieben zu werden. Wenn ich sonst bei meinem 85. meinen Urenkeln meine vergangenen Großtaten vorgoogle, und da fehlt eine, wollen die vielleicht mit so einem Loser-Opa nichts mehr zu tun haben. Das meint auch Christine…

PS2:

Das Sahnehäubchen ist platziert:

Marathon - Holger Kunkel - Freunde Norwegens In Rostock - Netto: 03:56:52 - Brutto: 03:58:28 - 634. Gesamtplatz - 16. Platz in Altersklasse M60