Atemlos durch den Regen. Von Jörg Völske

So, mit dem Oase-Inselseelauf wäre der Mai nun auch abgelaufen. Das war mal wieder ein richtig schönes Ding, welches Appetit auf mehr machte und die perfekte Einstimmung für den kommenden „Atemlos“-Dienstag darstellte J
Unser Lauftreff stark vertreten mit mir für den langen Kanten von 20km, Sabine die 10 und Jürgen die 10’er Walking-Strecke.
Die im Vergleich zum letzten Jahr wesentlich reduzierte Hitzebelastung ließ schon mal auf ein grandioses Lauferlebnis hoffen.
Beim Start musste man etwas aufpassen, sich nicht zu sehr von den gleichzeitig losgerannten „Fünfis“ mitreißen zu lassen. Und auch von den „Zehnis“ nicht – endlich einmal konnte ich das Entschwinden von Sabine völlig stressfrei verfolgen – ich hatte ja noch was Längeres vor.
Die Strecke ist eigentlich sehr schön, abwechselnd Wald, Seepromenade, Asphalt. Aber auch stellenweise viel Sand und eine recht kräftezehrende Hügeligkeit.
Nach 48 min und 10km den Wendepunkt erreicht ließ auf eine recht gute Gesamtzeit hoffen. Die war auch sehr notwendig, denn durch die Abwesenheit meiner beiden Hauptkonkurrenten war ich quasi verdammt zum AK-Sieg. Also wiedermal ein Kampf gegen sich selbst. Zum Glück fand sich auf dem Rückweg ein ideal passender pace-Mate. Wir haben uns prima abwechselnd gezogen, so dass eine merklich schnellere zweite Hälfte herauskam. Besonders bei den gelegentlichen kräftigeren Regenschauern konnte man sich auch moralisch aneinander aufrichten. Und das Tolle an so einer ausgeglichenen Wettkampfsituation ist ja, dass man gar nicht dazu kommt, sich auf seine Leiden zu konzentrieren und sich so völlig dem mystischen „FLOW“ hingeben kann.
Erst nach ca. 16km schwächelte ich ein wenig in einer fiesen langen Sandbüchse, so dass mein Laufabschnittsgefährte sich absetzen konnte. Ein Endspurt machte da auch keinen Sinn mehr.
Trotzdem war ich mit meinen 1:35:00 hoch zufrieden und seltsamerweise viel weniger kaputtgespielt als sonst so manchmal. Der Pflichtsieg wurde eingefahren, damit kann eine schlechtere Platzierung von meinem Laufcup-Kerbholz getilgt werden!
Und natürlich hat Sabine wieder ihre AK geknackt, mit einer für die anspruchsvolle Strecke sehr guten Zeit von 46:57. Ein Pflichtlauf fehlt noch, und bei einem weiteren Sieg ist der Gesamtsieg kaum aufzuhalten.
 Jürgen finishte souverän seine Walking-Distanz, was heute keine Selbstverständlichkeit war (zweimal „DNF“ in der Liste!).
Ein interessantes, nachahmenswertes Detail: Man freut sich ja als „alter Knacker“ vermehrt, wenn es eine AK-Siegerehrung gibt. Aber die dauert immer! Man ist immer erst so unendlich spät dran, dass man sich fragt, ob man das überhaupt noch erlebt. Hier nun – kurz und knackig, und an jeden wurde gedacht – es werden erst ALLE dritten Plätze auf einmal durchgezogen, dann die zweiten, dann die Sieger. Genial!