SELECT ALL, „from Joerg Voelske,
Oct-31-2015“ FROM Teilnehmer T, Einlauf E
WHERE T.Nr = E.Nr
ORDER BY T.Ak, E.Time;
Wer den Fehler findet, darf ihn behalten. So etwa das Fazit
der nach längerem Warten stattgehabten etwas kuriosen Siegerehrung des 22. Stralsunder
Fachhochschullaufes. Während der zuständige IT-Nerd mit wirrem Haar in
einem Wust von Fehlermeldungen ertrank, war es nicht möglich, zeitnah die
Ergebnisse für die AK-Wertung zu sortieren und irgendwelche Urkunden
auszudrucken.
So wurden nur die Pokale an die Gesamtsieger übergeben, sofern diese sich an
ihre Platzierung erinnern konnten (konnten sie…), der Rest wird später
nachgereicht.
Und ich … kann mich wenigstens noch an meine Zeit erinnern (1:19:03), aber die
Platzierung ist bisher ein Geheimnis geblieben.
Dieses Mal gab es ja eine kleine Abwechslung: es waren nicht 10km zu fressen,
wie sonst üblich, sondern 10 Meilen. An denen hat man ja etwas länger zu
knabbern, insofern sie sich auf 16km summieren. Am Freitag noch ziemlich massiv
erkältet, hatte ich im Vorfeld einige Sorge, das Ganze in Würde durchzustehen. Wie
in dieser Jahreszeit so üblich, musste man wieder den halben Kleiderschrank
dabeihaben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Auf der Hinfahrt
herrschte ein sehr ekliger, nass-kalter Nebel vor, während im Radio ständig was
von Sonnenschein erzählt wurde. Beim Start dann hatte es sich wenigstens so
weit aufgehellt, dass man das korrekte semi-Short-Outfit wählen konnte.
Vollgepumpt mit Broncho-D(r)ops (jeder ein kleines Energie-Paket…) ließ ich es
zunächst sehr vorsichtig angehen. Aber so bi lütten kam ein schöner Rhythmus
zustande und ich konnte direkt ein wenig die mir neue Strecke genießen. Sehr
schön abwechslungsreich, teilweise nett am Strelasund entlang. Gegen Ende hin
ließ die Wirkung der Atmungshilfen leider etwas nach, so dass es ganz schön
anstrengend wurde. Wie folgende Episode illustriert: Durch taktisches Auslassen
eines Verpflegungspunktes konnte ich einen Vorläufer passieren, dem ich bisher
vergeblich hinterher gehechelt war. Im Ziel meinte er dann lapidar „ …hmm, ich
dachte, ich krieg Dich noch. Aber hast Dich wohl ganz schön gequält – bist ja
immerzu von links nach schräg gelaufen…“. Ja. Zum Glück gab es zum Ende
ziemlichen Gegenwind, so dass man nur den Mund öffnen musste, um eine
befriedigende Sauerstoffsättigung zu erhalten.
Apropos Taktik - meine Laufcup-Konkurrenten aus Schwerin sind ja noch besser
darin. Der M60-Erste (Kaletzky) hat seinen Goldpokal ja sicher, und daher
tauchte er in der Voranmelder-Liste gar nicht mehr auf. Dafür aber sein gleichrangiger
Kamerad Borchert, der seit dem London-Marathon nicht mehr gesehen wurde und
daher noch 2 Auftritte offen hatte. Nun, nach Adam Riese müsste er das heutige Ding
gewonnen haben. Und wenn ihm das beim letzten Lauf noch mal gelingt (steht
schon in der Teilnehmerliste, arrgh), hat er einen kleinen, winzigen, aber
entscheidenden Punkt mehr als der derzeitige Zweite. Hach.
Als tröstliches Fazit kann zumindest festgehalten werden – so ein hurtiges Läufchen
ist das beste Gegenmittel gegen so eine anschleichende Erkältung. Irgendwie ist
die jetzt weg.
Und damit richten sich die Gedanken keck auf das letzte LC-Kräftemessen dieses
Jahres, die Cross-Landesmeisterschaft in Laage am 7.11.. Wofür man dann leider
das Graal-Müritzer Schneckchen einmal sausen lassen muss.
Update 1.11.15
Wie erwartet, gewann mein Lieblingskonkurrent Borchert das „Ding“, so dass
er nun 99 Punkte auf seinem LC-Konto haben dürfte. Wird er dann in Laage vor
mir 1. oder 2., wovon man realistisch ausgehen muss, zieht er knapp aber
deutlich an meinen 123 Pünktli vorbei. Ade, Edelmetall.
Eigentlich könnte ich jetzt auch zu Hause bleiben. Wie sagte ein bekannter
Schiffskonstrukteur einmal so schön: „Egal, was wir ab jetzt tun, die Titanic
wird sinken…“. Aber vielleicht schrecke ich ja am 7.11. auf und merke an der
intensiven Grünfärbung meiner Haut (und den noch etwas knapperen Laufklamotten),
dass ich gerade in der Form meines Lebens bin. Und dafür will ich bereit sein.
Außerdem läßt man ja auch keine Anmeldung einfach so verfallen.