Stundenlauf Warnemünde am 12.5.16, von Jörg
Hey, ihr da draußen! Das war diesmal schon der 110.
Stundenlauf und für mich der zehnte. Und einer der grandiosesten! Wenn ich auf
der Rückfahrt in eine Verkehrskontrolle geraten wäre, wäre ich komplett als
illegale Substanz in der Asservatenkammer gelandet. Auf einem derartigen Level
hat die körpereigene Opiatproduktion lange nicht mehr gearbeitet.
Nachdem meine neuen roten Flitzeschuhchen beim Küstenwaldlauf noch ein wenig
gefremdelt haben auf der ihnen unbekannten Strecke, waren sie diesmal in der
kühlen Ostseebrise wie entfesselt. Ich habe ja immer als heimliches, selten
erreichtes Ziel, beim Stundenlauf 7 Runden zu schaffen. Und das heißt konkret,
für 6 Runden sind maximal 55:59 min zulässig, das wären 12,86kmh oder 4:40/km.
Für eine Runde darf man sich dann 9:20 Zeit nehmen. Und ob man sich dem ersehnten
Ziel nähert oder es eher vergessen kann, entnimmt man am Ende jeder Runde, d.h.
nach je 2 km, den zugerufenen Zwischenzeiten. Da kam zuerst eine 9:07. Sehr schön,
wenn auch nicht ganz zu halten. Aber das Ziel blieb in Reichweite, auch weil
ich von einem zähen pace-Maker in der Gestalt von Gerd Eichler hart an der
Grenze des Machbaren einige Runden gezogen wurde. Und diesmal gelang es
anscheinend auch, den absurd schlechten Laufstil vom Neubrandenburg-HM zu
vermeiden. Videobeweis steht noch aus.
Als nach 10km ein 45:59 kam (schnellste 10km seit 2012…), konnte man eigentlich
nichts mehr falsch machen. Die 6. Runde war nach 55:08 geschafft und einem
opulenten runners high stand somit nichts mehr im Wege. Die Einlaufzeit von
1:04:27 reichte für einen 10. Platz (wie passend…) und läßt sich auch nach
13,033kmh oder 4:36/km übersetzen. Ein Pippifax für die Menschheit, aber für
mich überaus euphorisierend. Hach, ich könnte die Zahlen gleich noch mal
hinschreiben :)
Nun, ich bin dem Leben wiedergeschenkt, das Laufen macht wieder Spaß.